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akzent magazin Juni 2010
Riehen
 

Schwerpunkt
• Riehen im Wandel
• Das grosse grüne Dorf
• Dorfkernplanung: Die Unvollendete
• Leben wie Gott in Frankreich
• Wo Kunst, Natur und Architektur zusammenwirken
• Der Kunst Raum Riehen
• Carl Miville-Seiler: 170 Johr Pilgermission St.Chrischona

Feuilleton
• Kultur-Tipps
• Reinhardt Stumm: Stromer
• Rudolf Grüninger: Tradition contra Zukunftsglauben? 


Liebe Leserin, lieber Leser

Bis ins 19. Jahrhundert hinein war Riehen ein Bauern- und Winzerdorf. Heute ist es die zweitgrösste Gemeinde in der Nordwest-schweiz – grösser als Aarau, Olten oder Reinach. Rund 20‘000 Menschen, viele von ihnen Zuzüger, leben in der grünen Wohn-stadt zwischen Wiese und Chrischona. Hat die «Urbanisierung» den Charakter des Ortes verändert? Wie lebt es sich heute in Riehen? Und: Gibt es ihn noch, den typischen Riehener, der seit Generationen dort lebt? Einer von Ihnen ist Willi Fischer, der Gemeindepräsident. Mit ihm haben wir uns unterhalten, ebenso mit seinem Vorvorgänger, Gerhard Kaufmann. Lesen Sie dazu unsere Artikel über «Riehen im Wandel» und die Geschichte mit der Dorfkernplanung, die bis heute eine «Unvollendete» blieb.

Riehen ist aber mehr als nur das «grosse, grüne Dorf», als das es sich auf seiner Homepage bezeichnet. Wer sich mit Riehen auseinandersetzt stösst auf die Spuren der alten Basler Oberschicht, die dort draussen, an den Hängen des Dinkelberges auf herrschaftlichen Landgütern ihre Sommerfische verbrachte. Einer dieser Herrschaftssitze ist der Wenkenhof. Wir sind der Ge-schichte dieser feudalen Liegenschaft nachgegangen und haben uns vom Reiz des Landguts gefangen nehmen lassen.

Und damit gelangen wir zur Geschichte des Ortes: Wir sind der Frage nachgegangen, wie es dazu kam, dass sich der Pietismus, der auch schon die Reformation der Reformation genannt wurde, in Riehen derart entfalten konnte, dass man mit Fug und Recht vom «frommen Riehen» sprechen kann. Spannend ist auch nachzulesen, wie die Menschen während des Zweiten Weltkriegs in diesem Ort an der Grenze lebten.

Und natürlich wäre eine Edition über Riehen unvollständig, wenn da nicht das Thema der bildenden Kunst angesprochen würde. Dass wir den grossen Mäzen Ernst Beyeler, der Riehen sein Lebenswerk hinterlassen hat, würdigen, ist selbstverständlich. Daneben wagten wir aber auch einen Blick über den Gartenzaun und besuchten den Kunst Raum Riehen, der sich wie die Fondation Beyeler auf dem Berowergut befindet und in dem seit vielen Jahren immer wieder attraktive kleine Kunstausstellungen stattfinden.

Schliesslich möchten wir es nicht versäumen, Sie wieder einmal auf die Beiträge unserer beiden Kolumnisten, Reinhardt Stumm und Rudolf Grüninger, hinzuweisen. Auch für diese Ausgabe haben die zwei Autoren lesenswerte Texte verfasst.

Wir wünschen Ihnen bei der Lektüre des neuen akzent magazins viel Vergnügen.

Herzlichst

Ihre akzent magazin-Redaktion