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akzent magazin April 2010
Johann Peter Hebel
 

Schwerpunkt
•  Annäherung an Johann Peter Hebel
•  Der Markgraf und sein Dichter
•  Im Wiesental Fabriken stehn
•  Das Testament des Dichters
•  Carl Miville-Seiler: Em Hebel sy Sprooch
•  Black Tiger – Porträt eines Rap-Musikers

Feuilleton
•  Kultur - Tipps
•  Daten im Hebeljahr
•  Reinhardt Stumm: Silberrauch der Sprache
•  Rudolf Grüninger: Kolumnistenpflicht


Liebe Leserin, lieber Leser

Am 10. Mai jährt sich der 250. Geburtstag von Johann Peter Hebel. Grund genug, sich vertieft mit dem grossen alemannischen Dichter zu beschäftigen. Geboren in Basel, hat er, dessen Mutter aus Hausen stammte, Zeit seines Lebens eine besondere Beziehung zum Wiesental gepflegt. Seine Liebe zu Land und Leuten kommt in den Alemannischen Gedichten, die mindestens der älteren Generation geläufig sind, zum Ausdruck.

Wir haben uns intensiv mit Leben und Werk von Johann Peter Hebel auseinandergesetzt, haben die wichtigsten Stationen seines beruflichen und literarischen Werdegangs nachgezeichnet und uns mit der Frage befasst, wie es einem jungen Mann aus einfachen Verhältnissen möglich war, in einer doch noch relativ ständischen Gesellschaft in hohe Ämter aufzusteigen.

Besonders eingehend und mit grossem Vergnügen haben wir uns in die alemannischen Gedichte und in die Kalendergeschichten Hebels eingelesen. Darüber und über die Bedeutung Hebels im 21. Jahrhundert unterhielten wir uns mit Beatrice Mall und Beat Trachsler, die beide als Mitglieder der Hebelstiftung einen wesentlichen Beitrag leisten, dass Hebel nicht in Vergessenheit gerät.

Carl Miville-Seiler würdigt in dieser Ausgabe das literarische Schaffen von Johann Peter Hebel und klärt darüber auf, weshalb Hebel in der Stadthymne «z Basel a mym Rhyy» eine Susanna Miville-Kolb erwähnt.

Wir sind auch ins Wiesental gefahren, auf den Spuren des Dichters der Wiese entlang spaziert, haben uns umgesehen und sind auf eine Reihe von alten Fabrikgebäuden gestossen. Was ist in dieser Gegend, so haben wir uns gefragt, in der Zeit der Industrialisierung, der Zeit also nach Hebel, geschehen? Was animierte Basler Unternehmer, im Wiesental Fabriken zu bauen?

Schliesslich haben wir uns mit dem Basler Musiker Black Tiger getroffen. Er war der Erste, der es wagte, auf Baseldeutsch zu rappen. Mit seinen Mundart-Reimen erreicht er heute Tausende von Zuhörerinnen und Zuhörern. Viele seiner feinsinnigen Texte sind ein Hörvergnügen und machen deutlich, dass auch heute noch der lyrische Umgang mit der alemannischen Mundart gepflegt wird.

Wir wünschen Ihnen bei der Lektüre des neuen akzent magazins viel Vergnügen.

Herzlichst

Ihre akzent magazin-Redaktion