Themen im Dezember
• Das Land dazwischen
• Die Heilige und ihr Berg
• Die Stadt Mulhouse
• Elsässisch im Spiegel der Zeit
• Die groossi Fasnachtsschnuure
• Madame Tussaud und das Wachsfigurenkabinett
• Mathis der Maler
Feuilleton
• Die Kultur-Tipps
• Hätten Sie einen Moment Zeit?
• Fenstersturz
Liebe Leserin, lieber Leser
Das Elsass lag zu allen Zeiten dazwischen: zunächst zwischen dem römischen und dem germanischen, später zwischen dem französischen und dem deutschen Kultur- und Sprachraum. Das Leben zwischen zwei Welten hat das Land und die Menschen geprägt.
Heute ist das Elsass eine der am stärksten prosperierenden Wirtschaftsregionen Frankreichs. Malerische Landschaften, eine reichhaltige Küche, schöne Dörfer mit einzigartigen Fachwerkbauten, bewaldete Vogesenhänge und interessante Städte haben dazu beigetragen, dass das Elsass vom Tourismus immer mehr entdeckt wird. Wir haben uns aufgemacht, diese nahe gelegene französische Region näher kennenzulernen.
Man kann eine Region historisch betrachten oder den Blick hervorragenden kulturellen Erzeugnissen zuwenden. Wir haben beides getan. Wir besuchten ein Festungswerk der Maginot-Linie und sind im Musée d’Unterlinden in Colmar vor dem Isenheimer Altar gestanden. Dazu sind wir auf den Mont St. Odile gefahren, nicht nur wegen der heiligen Odilia, sondern auch wegen der Heidenmauer, die für die Zunft der Archäologen nach wie vor rätselhaft ist. Lesen Sie dazu die entsprechenden Artikel in dieser Ausgabe.
Beeindruckend ist auch die Geschichte der Stadt Mülhausen. Bis ins 18. Jahrhundert hinein war sie ein der Eidgenossenschaft zugewandter Ort. Heute ist Mulhouse eine typisch französische Stadt. Wir haben den dortigen Markt besucht und schlenderten durch die Strassen dieser doch relativ unbekannten Nachbarstadt.
Selbstverständlich wäre eine Reportage über das Elsass unvollständig, käme man nicht auf das Elsässerdeutsch zu sprechen. Wir sind nach Strassburg gefahren und haben uns mit Mundart-Experten des Elsässischen Sprachamts über das Elsässisch unterhalten. Dabei gingen wir den Fragen nach, was das Elsässisch für eine Sprache ist, bei welchen Gelegenheiten es gesprochen wird und ob die Bevölkerung des Elsass auch in zehn Jahren noch Elsässisch sprechen wird.
Und schliesslich kann man als Basler wohl nicht über das Elsass schreiben, ohne auf die Fasnachtsfigur des Waggis zu sprechen zu kommen. Lesen Sie dazu die Kolumne unseres Baseldeutsch-Spezialisten Carl Miville-Seiler.
Wir wünschen Ihnen bei der Lektüre des neuen akzent magazins viel Vergnügen.
Herzlichst
Ihre akzent magazin-Redaktion |