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akzent magazin Oktober 2009
Stadtentwicklung
 

Themen im Oktober
• Basel im stetigen Wandel 
• Im Gespräch mit Ralph Lewin: Metrobasel
• Die «Werkstadt Basel»
• Die Perle zum Glänzen bringen
• Die Mittleri Brugg het Basel veränderet
• La Chaux-de-Fonds und Le Locle 

Feuilleton
• Kultur-Tipps
• Rudolf Grüninger: Achtung Vernetzungsgefahr!
• Reinhardt Stumm: Leute – gestern, heute
• Reinhardt Stumm: In Basel, um Basel, um Basel herum


Liebe Leserin, lieber Leser

Immer wieder werden Städte miteinander verglichen. In einer Statistik schwingt Zürich oben aus, in einer anderen Zug, in einer dritten Genf. Basel hingegen findet sich in keinem der bekannten Standortvergleiche an erster Stelle. Weshalb? Was muss die Stadt tun, um attraktiver zu werden? Ist Basel eine entwicklungsbedürftige Stadt? Darüber unterhielten wir uns mit Basels offiziellem Stadtentwickler Thomas Kessler. Im Interview weist er darauf hin, dass die Entwicklung der Stadt steht und fällt mit der Frage, ob es gelingt, das Stadtwohnen aufzuwerten.

Die Erkenntnis, dass Basel als Lebens- und Wohnraum gezielt und geplant weiterentwickelt werden muss, ist nicht ganz neu. Bereits Ende der 1990er-Jahre wurde das Projekt Stadtentwicklung mit dem relativ unkonventionellen Konzept der «Werkstadt Basel» initiiert.
Doch die Stadt Basel ist nicht nur ein von Menschen bewohnter, sondern auch ein durch Häuser, Verkehrsachsen und Plätzen strukturierter Raum – eine Stadtlandschaft. Wir gingen der Frage nach, was städtebaulich wichtige Entwicklungsschritte waren. Selbstverständlich war der Bau der Mittleren Brücke im 13. Jahrhundert für die Stadt Basel zentral. Lesen Sie dazu die Dialekt-Kolumne des Baseldeutsch-Spezialisten und alt Ständerats Carl Miville-Seiler.

Bei alledem drängt sich eine Frage auf: Ist es noch zeitgemäss, bloss den Stadtkanton als relativ kleinräumiges Gebiet entwickeln zu wollen? Muss in einer globalisierten Welt nicht ein viel grösserer Raum im Blick behalten werden? Geht es nicht vielmehr darum, Basel als Zentrum einer wirtschaftlich eng zusammenhängenden Metropolitanregion zu stärken? Über diese Fragen un-terhielten wir uns mit dem ehemaligen Vorsteher des basel-städtischen Wirtschafts- und Sozialdepartements alt Regierungsrat Ralph Lewin.

Dazu haben wir den Blick über die Grenzen unserer Region hinausschweifen lassen und La Chaux-de-Fonds und Le Locle besucht. Die beiden Neuenburger Städte schneiden zwar in nationalen Städtevergleichsstudien häufig noch schlechter ab als Basel, doch sie zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Wir wünschen Ihnen bei der Lektüre des neuen akzent magazins viel Vergnügen.

Herzlichst 
Ihre akzent magazin-Redaktion


P.S. Mitte August haben wir das reich illustrierte Buch «Basel – Porträt eines Lebensraums» herausgegeben. Wir erhielten schon viele schöne Rückmeldungen. Darüber haben wir uns sehr gefreut. Vielen Dank. Näheres dazu finden Sie hier.