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akzent magazin Juni 2009
Laufental
 

Themen im Juni
• Eine Kleinstadt im Jura: Laufen hat alles... 
• Die Laufentaler-Abstimmungen: 1970–1994 
• Ricola, ein Global Player
• Leben und überleben im Laufental
• Eine Reise bis ins Urmeer
• Ein ganz besonderer Laufentaler und Schwarzbube
• Dr Peter Ryych (Reich) Ryychestai (Reichenstein)
• Kultur im alten Schlachthaus

Feuilleton
• Die Kultur-Tipps von akzent magazin
• Rudolf Grüninger: Falsch gestellte Fragen
• Reinhardt Stumm: Stumm macht's Trottoir!


Liebe Leserin, lieber Leser

Fragt man die lieben Miteidgenossen auf der anderen Seite des Juras, was sie vom Laufental wissen, dann können geografisch Versiertere erklären, dass es sich ganz im Nordwesten der Schweiz befinde. Vielleicht fällt ihnen ein, dass da hinten der Grenzver-lauf hochkompliziert sei. Man wisse nie genau, ob man sich im Solothurnischen befinde, im Baselbiet, im Jura oder im Elsass. Ach ja, und gab es da nicht im Zusammenhang mit dem Kantonswechsel von Bern zu Baselland einen Skandal mit einem Berner Re-gierungsratskässeli? Aber das ist längst vergessen und vergeben.

Es lässt sich nicht leugnen: Im öffentlichen Bewusstsein fristet das Laufental eher ein Mauerblümchendasein. Zu Unrecht. In der vorliegenden Nummer des akzent magazins haben wir für Sie eine Fülle von Informationen zusammengetragen und aufgearbeitet: Über das Jurameer, das vor 200 Millionen Jahren die Gegend überflutete ebenso wie über den Basler Fürstbischof, die Solothurner und die Franzosen, die sich um ein Tal stritten, durch das bereits die Römer eine Heerstrasse angelegt hatten. Unser Kolumnist Carl Miville-Seiler erzählt vom Bischof Peter Reich von Reichenstein, der anno 1295 Laufen das Stadtrecht verlieh. Natürlich be-handeln wir auch die Trennung des Tals vom Kanton Bern, die, wie es scheint, viele Laufentaler noch nicht verwunden haben. Ferner setzen wir uns mit der Wirtschaftsgeschichte des Tals auseinander und berichten über die Firma Ricola, den Global Player aus Laufen, der seine Kräuterprodukte erfolgreich in Europa, Asien und Amerika vertreibt. Lesen sie schliesslich unseren Artikel über das Kulturforum Laufen, welches im ehemaligen Schlachthaus das regionale Kulturschaffen fördert.

Die versteckte Schöne des Laufentals jedoch ist das Stedtli Laufen, das seinen Namen vom Lauffen hat, dem Wasserfall der liebli-chen Birs, die sich zu Zeiten in ein brüllendes und tosendes Ungeheuer verwandeln kann. Doch das passiert nur alle dreissig Jahre einmal. Wer aber wie wir durch die alten Gassen mit ihren sorgfältig restaurierten Häuserzeilen gebummelt ist und die Stadttore und die barocke Katharinenkirche bewundert hat, neigt dazu, dem Stadtmarketing Recht zu geben, das selbstbewusst behauptet, Laufen sei die Perle des Baselbiets.

Herzlichst 
Ihre akzent magazin - Redaktion